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Autos kaufen | Autokauf

Ein Autokauf ist für die meisten Deutschen eine große Sache. Zum einen in finanzieller Hinsicht, zum anderen aber auch emotional. Welches Auto man fährt, spielt immer noch eine große Rolle, sowohl für andere, vor allem aber auch für den Besitzer selbst. Ein Autokauf ist somit immer auch ein Statement, ob man sich nun als umweltbewusster Bürger für einen Kleinwagen entscheidet oder sich mit einem teuren Sportwagen schmückt. In jedem Fall gibt es beim Kauf eines Autos eine Menge zu beachten.

Neu oder gebraucht?

Die Entscheidung, ob Sie ein Fahrzeug neu oder gebraucht kaufen, richtet sich außer nach dem Geldbeutel nach vielerlei Kriterien. Gegenüber je einem neuen PKW werden laut Statistik zwei gebrauchte PKW zugelassen. Im Gebrauchtwagengeschäft werden etwa 15 % der Käufe über den gewerblichen Gebrauchtwagenhandel abgewickelt, 35 % über Neuwagenhändler und 50 % zwischen privaten Parteien. Oft sind Streitigkeiten beim Gebrauchtwagenkauf vorprogrammiert. Der überwiegende Teil der Streitfälle vor Gericht betrifft Gebrauchtwagenkäufe. Wichtig ist, ob der Kauf eines gebrauchten PKW über einen gewerblichen oder einen privaten Verkäufer abgewickelt wird. Die Rechtsprechung stellt hier in Bezug auf Untersuchungspflichten und Hinweispflichten sehr unterschiedliche Anforderungen an die Verkäuferseite.

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Ein Autokauf ist für die meisten Deutschen eine große Sache.

Auto kaufen und verkaufen

Beim Kauf eines Neuwagens muss der Käufer einen Preis bezahlen, der regelmäßig über dem liegt, was er bekommen würde, wenn er das Fahrzeug am gleichen Tag wieder verkaufen wollte. Die Kaufpreise, die für Fahrzeuge mit einer Tageszulassung auf den Händler bezahlt werden, verdeutlichen diesen Umstand. Wer als Käufer hingegen besonderen Wert darauf legt, ein Fahrzeug zu erwerben, das vor ihm noch keine andere Person besessen und benutzt hat, mag diesen Umstand akzeptieren. Zugleich erhält er die Sicherheit, dass das Fahrzeug tatsächlich noch neuwertig ist und keiner unerkannten Nutzung unterzogen wurde.

Der Kauf eines Neuwagens bedeutet für den Käufer eine verhältnismäßig hohe finanzielle Belastung, da der Neuwert sich weitaus stärker im Preis niederschlägt, als dies bei einem Gebrauchten der Fall ist. Die Händler versuchen oft, diesen Aspekt mit einer Tageszulassung auszugleichen. Wer seinen Neuwagen nach kurzer Zeit wieder verkaufen möchte, muss gegenüber dem Neupreis einen erheblichen Preisnachlass akzeptieren. Mit dem Kauf eines Neuwagens kann der Käufer sicher sein, der erste Besitzer eines Fahrzeuges zu sein, das vorher noch kein anderer gefahren hat. Angesichts der extrem schnellen technischen Entwicklung ist allerdings auch ein heute neues Fahrzeug in wenigen Jahren wieder relativ veraltet. Nicht zuletzt hängt die Entscheidung von den finanziellen Möglichkeiten des Käufers ab.

Unterhaltskosten

Mit dem Kauf eines Autos fallen Betriebs- und Unterhaltungskosten an. Ferner Fixkosten, also Kosten, die regelmäßig und zwangsläufig anfallen. Dazu gehören zunächst die Kfz-Haftpflicht und Kaskoversicherung, sowie die Kfz-Steuer. Mit dem Kauf eines schadstoffarmen Kfz lassen sich Steuer und auch Versicherung etwas reduzieren. Ferner gehören die Gebühren für die TÜV- und Abgasuntersuchung und gegebenenfalls die Miete für eine Garage oder Stellplatz dazu. Wenn Sie dann noch den Wertverlust des Fahrzeuges dazu rechnen, ist die Bilanz vollständig.

Diesel oder Benziner?

Die Entscheidung, ob Sie sich einen Diesel oder einen Benziner kaufen, sollte nicht unbedingt eine weltanschauliche Grundlage haben. Früher galten Diesel als laut, langsam, schwerfällig und dreckig. Heute haben Diesel mit der Qualität und dem Image von Benzinern durchaus gleichgezogen. Dank moderner Technik verfügen auch sie über ein Leistungspotential, das hohe Drehmomente und starke Beschleunigungskräfte freisetzen. Dieselfahrzeuge sind in der Anschaffung teurer als Benziner, da ihre Motorentechnik anspruchsvoller ist. Sie müssen teurer versichert werden und auch in der Kfz-Steuer ist ein höherer Basissatz fällig. Auf der anderen Seite ist ihr Kraftstoffverbrauch um einiges niedriger als der des Benziners und die Kraftstoffpreise für Diesel liegen immer um etwa 10 Cent unter den Benzinpreisen. So gibt es im Vergleich der Kostenkalkulation zwischen Diesel und Benziner eine Schnittstelle, an der die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten den Verbrauchskosten unterliegen. Ab einer bestimmten Kilometerleistung, die man pauschal bei 15 bis 20.000 Kilometerleistung im Jahr ansetzen kann, ist der Diesel in Bezug auf die Gesamtkosten eindeutig günstiger als ein Benziner. Als Käufer müssen Sie also Ihre persönliche Situation hinsichtlich Ihres Fahrverhaltens, Ihres Nutzungsbedarfs und Ihres Geldbeutels bewerten.

Schiedsstellen

Streitigkeiten anlässlich eines Fahrzeugkaufs oder einer Fahrzeugreparatur werden meist vor den Gerichten ausgetragen und verursachen für beide Parteien einen teils erheblichen Kosten- und Korrespondenzaufwand. Eine einfachere und kostengünstigere Möglichkeit, eine Einigung herbei zu führen, ist die Inanspruchnahme einer der unabhängigen Schiedsstellen der Innungen des Kfz-Gewerbes. Diese Schiedsstellen gibt es überall im Bundesgebiet. Sie entscheiden, wenn sich ein privater oder gewerblicher Käufer und eine Werkstatt oder ein Kfz-Händler streiten. Das Schiedsverfahren wird eingeleitet, indem der Käufer ein Schreiben bei der Schiedsstelle am Sitz des Kfz-Händlers oder der Kfz-Werkstatt einreicht, das den gegenständlichen Sachverhalt beschreibt und eine Forderung erhebt. Vor allem ist ein solches Schiedsverfahren kostenfrei. Bagatellangelegenheiten unter 100 EUR werden nicht angenommen. Allerdings akzeptieren nur solche Kfz-Händler den Spruch der Schiedsstelle, die das weiße Schild "Meisterbetrieb der Kfz-Innung" führen.