Internet

Grundlagen des World Wide Web

Das Internet, einst nur von Militär, Universitäten und Forschungseinrichtungen genutzt, ist heute nicht mehr aus dem Leben wegzudenken. Mit der Entwicklung des ersten Webbrowsers Anfang der 90er Jahre stieg der Nutzerkreis um ein Vielfaches. Heute ist das Internet das beliebteste Mittel der Kommunikation und Informationseinholung. Private Haushalte und Unternehmen nutzen die Möglichkeiten eigener Webseiten außerdem zur Selbstdarstellung und zu Werbezwecken.

Möglichkeiten

Das Internet hat sich weiterhin zu einem virtuellen und internationalen Marktplatz entwickelt. Neben Einkaufsmöglichkeiten können Verträge aller Art abgeschlossen werden, auch viele behördliche Angelegenheiten lassen sich inzwischen online erledigen. Als Kommunikationsmittel haben sich neben der inzwischen klassischen Variante der E-Mail vor allem Chats, Foren und Soziale Netzwerke bewährt. Die Internet-Telefonie ist eine Alternative zum Telefonieren über den Festnetzanschluss und das Mobiltelefon.

Internet
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Mobile Geräte wie Handys dienen inzwischen verstärkt der Nutzung des Internets.

Zugang

Internet Grundlagen

Mobile Geräte wie Handys dienen inzwischen verstärkt der Nutzung des Internets. Ein Computer mit umfangreicher Hardwareausstattung ist längst nicht mehr zwingend notwendig. Zahlreiche Haushalte verfügen gar über mehrere internetfähige Geräte, welche immer häufiger auch mobil zum Einsatz kommen.

Inhalte

Sammelstellen für Informationen aller Art sind Ratgeber, Lexika und Blogs sowie die Internetauftritte wissenschaftlicher, medizinischer, juristischer und anderer Einrichtungen. Selbst Bücher werden im Internet veröffentlicht. Das E-Book ist eine beliebte Variante zur klassischen gedruckten Buchform. Neben der Kommunikation, der Information und der Abwicklung der unterschiedlichsten Geschäfte dient das Internet mit Online-Spielen zunehmend auch der Freizeitbeschäftigung.

E-Commerce

Zahlreiche Einkäufe werden heute vom heimischen Schreibtisch oder vom Arbeitsplatz aus über das Internet erledigt. Einst musste man sich zu diesem Zweck außer Haus begeben. Damit dient Unternehmen das Internet neben der Firmenpräsentation vor allem als Einnahmequelle. Doch auch Privatpersonen nutzen die Möglichkeiten, sich zumindest ein Nebeneinkommen zu sichern. Partnerprogramme und Werbung werden zu diesem Zweck auf der eigenen Homepage integriert, bezahlte Blogbeiträge sind ein weiteres Beispiel.

Freizeit

Die Möglichkeit, vieles über Computer und mobile Geräte zu erledigen, was früher weit mehr Mühe verursachte und vor allem Zeit in Anspruch nahm, führt zu einer gewissen Schnelllebigkeit. In Kürze haben Nachrichten, Werbeaktionen und Produktinformationen die ganze Welt erreicht. Mit nur wenigen Mausklicks sind Geschäfte abgewickelt und Verträge abgeschlossen, selbst die Bank muss nicht mehr persönlich aufgesucht werden. Es bleibt mehr Raum zur Freizeitgestaltung, welche ebenfalls im Gegensatz zu den Zeiten ohne Internet vermehrt online verbracht wird. So führt das Internet trotz der weltweiten Vernetzung und der unterschiedlichen Kontaktmöglichkeiten zu einer gewissen Isolation und Bequemlichkeit. Der persönliche soziale Kontakt ist für viele Dinge nicht mehr notwendig, ein Internetzugang ist ausreichend. Unternehmen hingegen haben mit dem Internet einen größeren Absatzmarkt, was sich nachhaltig auf den Wettbewerb und die Wirtschaft auswirkt.

World Wide Web

Das WWW ist ein Teil des Internets. Es basiert auf einem Hypertext-System und dem Protokoll TCP/IP. Die Voraussetzung zum Zugriff auf das World Wide Web ist ein sogenannter Webbrowser, welcher den Hypertext zu lesen und übersetzen in der Lage ist.

Hypertext

Auf Webservern sind elektronische Dokumente abgelegt, der Webbrowser holt diese dort ab und zeigt sie auf dem heimischen Bildschirm an. Zu diesem Zweck ist jedes Dokument über eine Adresse, die sogenannte URL, ansprechbar. In einem Dokument integrierte Hyperlinks führen zu weiteren Dokumenten auf demselben oder einem anderen Webserver. Bereits Timothy Berners-Lee, welcher das Hypertext-System entwickelte, hatte als Ziel eine umfangreiche, aus verschiedenen Dokumenten bestehende Informationsquelle vor Augen, auf die jeder zugreifen kann.

Aufbau des WWW

Die Webserver des WWW befinden sich bei Providern, die Privatpersonen und Unternehmen Speicherplatz für eigene Internetauftritte zur Verfügung stellen. Dort können die elektronischen Dokumente abgelegt und abgerufen werden.

Um die Vernetzung im WWW und die einheitliche Nutzung zu ermöglichen, ist dieses zunächst auf drei Standards aufgebaut: einem Protokoll, einer Dokumentsprache und einer Adresse, unter der die Dokumente gespeichert und angesprochen werden. Das Protokoll nennt sich HTTP und wird zum Aufrufen einer Webseite an erster Stelle in der Adresszeile des Browsers eingegeben. Dem folgt die Angabe der URL als Adresse der Webseite. Die Dokumentsprache HTML, in welcher die Seiten verfasst sind, wird vom Webbrowser übersetzt, so dass der Inhalt am Bildschirm korrekt angezeigt wird. Um die Möglichkeiten der Darstellung zu optimieren und verschiedene Sicherheitsstandards einzuhalten kamen weitere Elemente hinzu. Dem einheitlichen Layout der Webseite dient das CSS, die Inhalte werden gesondert in HTML-Dateien festgelegt. Zur verschlüsselten Datenübertragung, beispielsweise beim Onlinebanking, wird HTTPS als sicheres Protokoll genutzt.

Web-Programmiersprachen

Verschiedene Programmiersprachen wie PHP, ASP und Java sind zusätzliche Entwicklungen, welche das reine HTML ergänzen und die Möglichkeiten eines Internetauftritts enorm erweitern. Diese gehören aber wie auch Javascript nicht dem W3C, das ist das World Wide Web Consortium, an. Sie werden in das HTML-Dokument integriert und geben dem Webbrowser Anweisungen zur Darstellung von Inhalten, zum Umgang mit eingebetteten Programmen und Skripten und verbinden die Inhalte mit Datenbanken.

Multimedia

Das moderne WWW kennt weitere Dateitypen neben HTML. Dazu zählen Grafiken und Multimediainhalte wie Musik, Videos und Flash-Animationen. Applets ermöglichen die Nutzung lokaler Programme zur Anzeige von Dokumenten, welche auf einem Webbrowser liegen, beispielsweise PDF-Dateien. Nicht zum WWW, wohl aber zum Internet, zählen Online-Dienste wie E-Mail, FTP und IRC.