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Die eigenen vier Wände sind ausschlaggebend für das Wohlbefinden eines Menschen. Jeder richtet sich sein Heim so ein, dass er sich dort wohl fühlt. Sich hin und wieder ein neues Möbelstück anzuschaffen, unterstreicht und verstärkt das Wohlbefinden. Doch vor dem Kauf sollten einige grundlegende Dinge beachtet werden, ansonsten kann sich die Angelegenheit als Farce entpuppen. Nicht selten marschiert der geneigte Käufer los und sucht sich, beispielsweise, eine hübsche und bequeme Couch aus.

Diese wird einige Tage später geliefert und enttäuscht stellt der neue Besitzer fest, dass das Sofa viel zu groß für sein Wohnzimmer ist. Das Möbel wird reklamiert, der geneigte Käufer ist enttäuscht, aber schlauer. Bevor er das nächste Mal in das nächstbeste Möbelgeschäft rennt, wird er sein Wohnzimmer ausmessen. Er wird genau wissen, wie viel Platz ihm für eine neue Couch zur Verfügung steht, braucht nicht zu reklamieren und ist glücklich und zufrieden.

Damit auch Sie beim Möbelkauf nichts falsch machen, lesen Sie am besten die folgenden Kapitel. Schritt für Schritt wird erklärt, auf was Sie achten und welche Dinge Sie unbedingt in Ihre Planungen mit einbeziehen sollten. Beherzigen Sie einige dieser Tipps, werden Sie sehen, dass ein Möbelkauf nicht frustrierend sein muss. Sie wissen, auf was Sie achten müssen und können dieses Wissen in die Tat umsetzen- am Ende sind Sie derjenige, der davon profitiert.

Retro-Sekretär
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Sich hin und wieder ein neues Möbelstück anzuschaffen, unterstreicht und verstärkt das Wohlbefinden.

Planung vor dem Kauf

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Bevor man sich ein neues Möbelstück zulegt, sollte man genau darüber nachdenken. Man kann zum Beispiel nicht einfach losziehen und sich eine neue Einbauküche kaufen, ohne den Raum vorher vermessen zu haben. Außerdem sollte man sich darüber Gedanken machen, welche Farbe die neue Küche haben und aus welchem Material sie bestehen soll. Schließlich sollte der Raum mit den Möbeln harmonieren. Eine Küche mit grasgrünen Fronten passt farblich kaum zu himmelblau gestrichenen Wänden.

Das Küchenstudio, in welchem Sie Ihre Küche kaufen, wird Sie gern beraten. Häufig kommen auch Mitarbeiter zu Ihnen nach Hause und messen Ihre Küche aus. So kann bei der Planung nichts mehr schiefgehen.

Der Schlafzimmerschrank platzt aus allen Nähten, es passt nichts mehr rein. Es wird entschieden einen neuen Kleiderschrank zu kaufen. Im Möbelfachgeschäft gibt es eine riesige Auswahl und man entscheidet sich für ein 2,40 Meter hohes Exemplar, welches extrem viel Stauraum bietet. Nach einigen Wochen Warte- und Lieferzeit kommt das ersehnte Möbel endlich an und entnervt stellt der Kunde fest, dass seine Deckenhöhe nur 2,20 Meter beträgt. Der Schrank kann nicht aufgebaut werden, weil er die Deckenhöhe übersteigt.

Ein anderes Problem ist, dass die Couch zu breit für die Türen ist. Sie passt nicht hindurch, weil vergessen wurde die Breite der Türen auszumessen. Die Türen des Schlafzimmerschrankes können nicht geöffnet werden, weil der Abstand zwischen Bett und Schrank zu gering ist.

Ärgerlich ist zudem, dass es in Deutschland kein gesetzliches Rückgaberecht gibt. Die meisten Verkäufer nehmen Kleidungsstücke oder Möbel nur auf Kulanz zurück. Rein rechtlich sind sie dazu jedoch nicht verpflichtet. Kaufen Sie also ein Möbelstück bei einem Möbelhaus, lassen Sie sich über die Rückgabemöglichkeiten aufklären. Verweist der Verkäufer darauf, dass es kein Rückgaberecht gibt, so gibt es auch keines. Im schlimmsten Fall bleiben Sie auf Ihren unpassenden Möbeln sitzen. Sollte jedoch ein Mangel vorliegen (falsche Farbe, falsches Muster, falsches Material), so können Sie durchaus reklamieren. Falls nicht, bleiben Sie auf den Möbeln, im wahrsten Sinne des Wortes, sitzen.

Ausmessen & aufzeichnen

In Zeitschriften blättern, Anregungen und Ideen sammeln, sich einfach inspirieren lassen- das ist der erste Schritt zu einem stimmigen Wohnkonzept. Man sollte sich gut überlegen, wo ein Möbel platziert wird, welche Farbe es haben soll und ob es zum restlichen Raum passt. Daher sollten Wohnideen gesammelt werden, um die eigene Inspiration anzuregen.

Im Internet gibt es sogenannte Raumplanerprogramme. Diese stehen zum kostenlosen Download bereit und erleichtern die Raumplanung allgemein. Durch einen solchen Planer mutet man dem Raum, welcher umgestaltet werden soll, nicht zu viel zu. Man erkennt die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen und überlädt das Zimmer nicht.

1. Zunächst sollte der Raum penibel ausgemessen werden. Länge, Breite, Höhe, Anordnung der Fenster, der Türen. Entweder bringen Sie diese Maße auf ein Blatt Papier, oder Sie nutzen den virtuellen Raumplaner und übertragen die Maße in das Programm.

2. Messen Sie nun die vorhandenen Möbel aus und planen Sie diese in Ihr neues Raumkonzept mit ein. Lassen Sie jedoch das Möbelstück weg, welches ersetzt werden soll.

3. Haben Sie alle Möbelstücke im Raum arrangiert, wissen Sie, wie viel Platz Ihnen für Ihre neue Couch, ihren Schrank oder Ihr geplantes Sideboard noch bleibt. Sie haben die Maße im Blick behalten und kennen die Möglichkeiten, die Ihr Raum Ihnen bietet. Beim anschließenden Kauf wissen Sie nun genau, wie groß oder klein Ihre neue Couch, oder Ihr neuer Schrank sein darf, damit er in den Raum passt und Ihre Ästhetik nicht zerstört.

Auswahl der Materialien

Möbel, sowie Laminat-, Parkett- und Dielenböden werden aus den unterschiedlichsten Hölzern gefertigt. Lesen Sie im Folgenden, welche Holzarten es gibt und in welchem Mobiliar dieses zum Einsatz kommt.

Ahorn: Das Holz eines Ahorn- Baumes ist sehr wertvoll und zählt zu den Edellaubhölzern. Getrockneter Ahorn besticht durch seine lange Lebensdauer und kann dadurch zu hochwertigen Möbelstücken verarbeitet werden. Ahorn kann lackiert und mit Farben behandelt werden. Furniere aus Ahorn eignen sich hervorragend für naturfarbene Schlafzimmermöbel, Schranktüren und Tische.

Birke: Birke ist ein sehr helles und äußerst haltbares Holz. Es erweist sich als haltbar und wird häufig für die Fertigung von Stilmöbeln eingesetzt. Birkenholz ist resistent gegen Trockenheit, sowie Feuchtigkeit, aus diesem Grund erfreut es sich in Tischlereien größter Beliebtheit. Birke besticht durch seinen glänzenden Charme, welcher durch die feinen Jahresringe zusätzlich hervorgehoben wird.

Buche: Das Holz einer Buche ist ein sehr hartes Holz, es ist sehr schwer, zeichnet sich dennoch durch eine hohe Biegefestigkeit aus. Buchenholz wird häufig für Treppen und Fußböden verwendet, weil es relativ strapazierfähig ist und einiges aushält.

Eiche: Eiche zählt zu den Harthölzern und besticht durch seine Beständigkeit. Eiche findet man häufig in Tischplatten, Furnieren und Laminatböden wieder.

Fichte: Fichte hat einen sehr geraden Wuchs und eine wunderschöne Maserung vorzuweisen. Aus diesem Grund wird das Fichtenholz nicht nur für den Möbelbau verwendet. Filigrane Musikinstrumente werden daraus hergestellt, ebenso verarbeitet man Fichtenholz im Schiffs- wie auch im Flugzeugbau.

Kiefer: Kiefernholz ist ein leichtes Holz und verströmt einen aromatischen Duft. Dieser Duft rührt vom Harz, denn Kiefernholz ist reichlich mit Harz gesegnet. Im Laufe der Zeit kann Kiefernholz nachdunkeln, es erreicht dann eine gelb-rote Tönung.

Sheesham: Sheeshamgehölze sind in Südasien, Ostindien, Indochina und auf Sri Lanka zu finden. Sie zählen zu den besonderen, exklusiven Edelhölzern. Es ist gekennzeichnet durch eine hohe Rohdichte, ist dadurch hart und witterungsbeständig. Es wird gern für Tische, Schränke, Vitrinen und Regale verwendet. Sheesham ist ein sehr schnell nachwachsender Rohstoff, zudem gibt es strenge Auflagen für die Weiterverarbeitung des Holzes.

Reinigung & Pflege

Ein wichtiger Punkt, der bereits vor dem Kauf eine Rolle spielen sollte, ist die spätere Reinigung und Pflege der Möbel. Die Unterschiede sind hier größer, als viele Käufer denken. So gibt es Möbel, die bereits 1-2 Tage nach dem Putzen wieder völlig verstaubt aussehen.

Lackierte Möbel

Ihre lackierten Möbel sind in der Regel vor dem Eindringen von Flüssigkeiten geschützt. Sie können die Oberflächen mit einem feuchten Tuch abwischen, ein verschütteter Tee-oder Kaffeerest bedeutet ebenfalls nicht das Ende für Ihre Möbel. Damit das Holz Ihrer Möbel nicht ausbleicht, sollte es alle drei Monate gereinigt und poliert werden. Das Holz erhält seinen strahlenden Glanz zurück und ist zudem optimal gepflegt. Entsprechende Polituren können Sie im Supermarkt oder in einem Möbelfachgeschäft erwerben.

Gewachste Möbel

Im Vergleich zu lackierten Möbeln sind gewachste Möbel sehr viel empfindlicher. Gewachstes Mobiliar sollte möglichst vor Flüssigkeit geschützt werden. Geht doch mal ein Schluck Tee oder Kaffee daneben, sollte dieser sofort mit einem saugfähigen Tuch weggewischt werden. Um gewachste Holzoberflächen ausreichend zu pflegen und zu reinigen, sollten diese einmal im Monat mit Wachs behandelt werden (je nachdem, wie die Möbel beansprucht werden).

Geölte Möbel

Geölte Oberflächen sind sehr leicht zu reinigen und zu pflegen. Dazu nehmen Sie einfach einen Lappen und befeuchten diesen mit Möbel- Öl. Einfach in das Holz einreiben und diesen Vorgang mehrmals wiederholen. Anschließend nehmen Sie sich ein saugfähiges Tuch und reiben Ihre geölten Möbel trocken. Nach einem Tag ist das Holz nun wieder trocken und strapazierfähig.

Ein Tipp: Haben Sie Ihr Möbel eingeölt und mit einem Tuch getrocknet, legen Sie ein Blatt Zellstoffpapier auf die Oberflächen. Fettet das Holz nach, wird das Öl durch den Zellstoff sofort aufgefangen.

Farben

Rote Farben: Forschungen haben ergeben, dass die Farbe Rot Energie und Wohlbefinden eines Menschen steigert, außerdem soll sie die Durchblutung und den Stoffwechsel anregen. Im Esszimmer macht sich eine rote Wandfarbe besonders gut, sie fördert nämlich auch den Appetit. Aber Vorsicht, zu viel Rot ist auch nicht gut, denn die Farbe steht nicht nur für Liebe, sondern auch für Wut. Kinder fühlen sich in rot getünchten Räumen normalerweise sehr wohl, die Farbe erinnert sie an die Geborgenheit im Mutterleib.

Gelbe Farben: Gelb soll die Kreativität fördern. Aus diesem Grund wird Gelb daher gern in Räumen angewendet, in denen gearbeitet oder gelernt wird. Gelbes Licht hilft bei Verdauungs- und Magenbeschwerden.

Grüne Farben: Kombiniert man ein sattes Grün mit ein wenig Gelb, kann dies die Konzentration fördern und das geistige Gleichgewicht ausbalancieren.

Violette Farben: Lila wird auch gern als herrschaftliche Farbe bezeichnet. Als Wandanstrich soll sie den Geist anregen, der Entspannung dienen und sogar das Selbstbewusstsein stärken.

Sie sollten sich ausgiebig Gedanken zu einem neuen Wandanstrich machen, denn ist die Farbe erst einmal an der Wand, werden Sie diese auch eine Weile behalten. Kein Mensch hat Lust jede Woche seine Wände neu zu streichen.

Natürlich können Sie auch schummeln und sich für sogenannte Lichtfarben entscheiden. Sie kaufen einfach hitzebeständige Farbfolien für Glühbirnen oder Farblicht- Lampen. So haben Sie die Möglichkeit Farben miteinander zu verbinden oder eine Farbe bei nicht Belieben einfach auszutauschen.