Wandgestaltung

Ideen für eine moderne und kreative Wandgestaltung

Die eigene Wohnung ist ein Ort des Rückzugs und der Verwirklichung individueller Träume und Vorstellungen. Einer immer hektischer und undurchsichtiger werdenden Welt, in der der Einzelne sich oft klein und unwichtig fühlt, wird im Wohnbereich etwas entgegen gesetzt. Hier kann man Einfluss nehmen und hat völlige Freiheit, was die Gestaltung angeht.

Wandgestaltung schafft Atmosphäre

Das Thema Wohnen ist also wichtiger denn je und es wird viel Geld, Energie und Kreativität in die Gestaltung des eigenen Heims gesteckt. Man möchte es einfach nur schön und harmonisch zu Hause haben. Neben der Qualität der Möbel, den gewählten Materialien, den Accessoires, die die ganz eigene Wohnwelt ausmachen, spielt vor allem die Wandgestaltung eine große Rolle. Die Wand stellt nun einmal den Hintergrund des Geschehens dar, eine Art Kulisse für all das, was sich in den Räumen ereignet. Die Atmosphäre, die Farbgebung, die Anmutung der gewählten Materialien, dies alles sind Faktoren, die in die Wandgestaltung einfließen sollten.

Einrichtung
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Die eigene Wohnung ist ein Ort des Rückzugs und der Verwirklichung individueller Träume und Vorstellungen.

Wandgestaltung

Es sollte also, wenn man sich an die Gestaltung der Wand begibt, zuerst geklärt werden, welche Wünsche, welche Vorstellungen man hat, kurz, wie man am liebsten wohnen würde.

Wandgestaltung im Wohnzimmer

Alles, was man gerne abends oder am Wochenende um sich haben möchte, also Accessoires und Dekorationselemente, Möbel, Teppiche, sollte man im Wohnzimmer als besonders wichtig erachten. Hier verbringt man viel Zeit, hier soll darum alles stimmen, die Farbgebung und Wandgestaltung, die Atmosphäre insgesamt, die Aufteilung des Raums. Niedrige Sitzecken neben einer gemütlichen Essecke, im Hintergrund vielleicht eine Bibliothek, dazu ein Spieltisch, alles darf und soll hier seinen Platz finden. Dazu müssen die Wände natürlich passen, denn sie stellen nun einmal den Hintergrund, mal mehr mal weniger dezent, dar. Die Wandgestaltung im Wohnzimmer soll beruhigen oder inspirieren, je nach den Bedürfnissen der Bewohner. Da wir heute ja über Möbel und Accessoires aus der ganzen Welt leicht verfügen können, sind der Gestaltung der Wände im Wohnzimmer auch keine Grenzen gesetzt. Wer den Zen Stil liebt, wird vielleicht weißen Wänden den Vorzug geben, maximal eine japanische Kalligraphie aufhängen. Wer Afrika bei sich Einzug halten lassen will, wird vielleicht Lehmfarben für die Wandgestaltung im Wohnzimmer wählen oder auch eine Tapete mit Tigermuster. Für Freunde des Mediterranen bieten sich Wände in einer Wischtechnik in Orange oder Sonnengelb an. Wichtig ist einfach, dass die Wände zum Rest passen, ihn nicht dominieren, sondern ihn ergänzen, natürlich auch als Kontrast. Eine weiße Möblierung, mit weißen Accessoires, weißen Decken und Kissen wird vor einer Siena roten Wand natürlich sehr gut wirken, vielleicht sogar noch besser, als wenn diese auch in Weiß gehalten wäre. Es muss der Einzelne entscheiden, was er als angemessen, als schön, was er vielleicht als zu viel erachtet, denn er bzw. die Familie muss sich nun einmal wohl fühlen und das länger als einen Abend.

Wandgestaltung im Schlafzimmer

Das Schlafzimmer als der Ort des Rückzugs wird wohl so unterschiedlich gestaltet sein wie die jeweiligen Bewohner es als Persönlichkeiten sind. Für manch einen ist das Schlafzimmer ein Allzweckraum, in dem er spielt, fernsieht, telefoniert, im Internet surft, für andere wieder ist das Schlafzimmer ein Refugium, in dem möglichst nur Ruhe zu herrschen hat. Je nach Nutzung und Geschmack wird die Wandgestaltung im Schlafzimmer also entweder dezent in der Farbgebung gehalten, mit einigen ausgewählten Möbeln, oder etwas bunter und vielleicht mit Anleihen aus anderen Kulturen in kräftigen Farben gestaltet sein. Was immer man wählt, die Wandgestaltung im Schlafzimmer sollte den Bedürfnissen des Bewohners entsprechen, er muss sich wohl fühlen, Ruhe finden können und gerne aufwachen. Dazu tragen angenehme Farben aber auch Aromaöle oder Lavendel und andere wohlriechende Pflanzen bei. Der Blick auf die Wände, also, das, was man als erstes morgens sieht, ist wichtig und stellt sogar ein bisschen die Weichen für den restlichen Tag. Wer die Nacht in einem höhlenartigen Raum verbringt, der womöglich nicht einmal Tageslicht erhält, wird deutlich schwerer und sicher auch missgestimmt in den Tag starten als jemand, der in einem hellen Ambiente und von freundlichen Farben umgeben erwacht und in den Tag startet. So hat die Wandgestaltung im Schlafzimmer also durchaus auch dann Einfluss auf unser Befinden, wenn wir uns gerade gar nicht dort aufhalten.

Schlafzimmer Farben

Wie schon aus dem vorherigen Kapitel ersichtlich wurde, gestaltet jeder Bewohner die Wandfarben im Schlafzimmer je nach den jeweiligen Bedürfnissen, und danach richtet sich natürlich auch die Farbwahl der Möbelstücke. Wer sich einfach im Schlafzimmer zurück ziehen will, diesen Raum überwiegend zum Schlafen nutzt, wird wohl eher unaufgeregte, dezente, tendenziell dunkle Farben wählen. Dagegen wird jemand, der das Schlafzimmer für vieles andere nutzt, bzw. bei dem dieser Raum ohnehin aufgrund von Platzmangel einem mehrfachen Nutzen unterliegt, eher helle Farben oder bunte Muster wählen, die ihn inspirieren und anregen. Es kommt natürlich auch sehr darauf an, in welche Himmelsrichtung ein Zimmer weist, bzw., ob es im Parterre oder im vierten Stock gelegen ist. Wer ein grundsätzlich helles Schlafzimmer hat, wird es vielleicht etwas gedämpfter haben wollen, die Wände dunkler gestalten, und wer ohnehin sozusagen am Boden wohnt, wird sich eher mit fröhlichen Farbe umgeben wollen, es bunter und lebhafter haben wollen. Die Farben im Schlafzimmer, die Raumaufteilung, die verwendeten Accessoires, dies alles sind Elemente, die man den individuellen Bedürfnissen und den Vorgaben das Raums anpassen sollte. Das Ziel ist jedoch in jedem Fall das Wohlbefinden der Bewohner.

Wandgestaltung in der Küche

Wer sich auch bei der Vorbereitung der Speisen bzw. beim gemeinsamen Essen in der Küche rundum wohl fühlen will, sollte der Küche und deren Wandgestaltung auf jeden Fall seine Aufmerksamkeit schenken. Die Küche war auch schon früher ein Ort der Kommunikation, sie wurde als Wohnküche genutzt, in der sich das Familienleben abspielte. Dies ist heute noch bzw. wieder verstärkt der Fall, vor allem, wenn die Küche groß ist, wie es in Altbauten oft der Fall ist, oder besonders hell und sonnig. Um sich also in diesem Raum neben all seinen Nutzgeräten wohl zu fühlen, sollte man den Wänden auch ruhig ein schönes Kleid gönnen, wie jedem anderen Raum auch. Ob man für die Wandgestaltung in der Küche ein strahlendes Sonnengelb wählt oder ein buntes, frisches Muster, oder die erwähnte Mediterranes hervor rufende Wischoptik, ob man sich die Provence mit bunten Wänden, Steinguttöpfen, Lavendelpflanzen, oder den Orient mit ziselierten Lampen, großen Silbertabletts, Teegläsern vor orangefarbenen Wänden in die Küche holen möchte, man sollte der Küche, so viel Aufmerksamkeit schenken wie jedem anderen Raum auch. Dann macht auch das Abwaschen oder Zwiebelschneiden Spaß.

Wandgestaltung im Bad/Badezimmer

Das Bad hat sich von einem reinen Funktionsraum, in dem man eine schnelle Dusche oder ein Bad nahm, zu einem Raum gewandelt, in dem man sich gerne länger aufhält, in dem man sich vom Alltag und seinen Forderungen erholt. Hier ist vieles möglich, was man heute unter Wellness fasst, ein Innehalten, ein Abtauchen in eine angenehmere Realität, ein bei Kerzenschein, schöner Musik zu sich Finden. Um diese Zwecke zu unterstützen, kann man das Bad, wenn es ohnehin fensterlos ist, noch mehr in eine Höhle verwandeln, eher mit indirektem Licht oder Lichterketten und Kerzen arbeiten und die Wände in einer gedämpften dunkleren Farbe streichen. Wenn das Bad aber ohnehin mit viel Tageslicht ausgestattet ist, sollte man dies noch betonen, indem man die Wandgestaltung im Bad hell, also in Gelb, Beige, Hellblau oder Türkis, gestaltet. Man kann an den Wänden Wellen nachahmen oder einfach eine frisch wirkende einfarbige Fläche wählen. Dazu kann man Anleihen bei Poseidon, Muscheln, Seesterne, auch als Dekoration per Schablonentechnik aufgebracht, oder in real nehmen. Man kann das Bad durch geschickte Wandgestaltung aber auch fern der Nutzung zu einer Art gemütlicher und etwas verwunschener Stube machen, indem man Bücher aufstellt, Teetabletts, alte Kerzenhalter, Palmen, sogar kleine Orientteppiche auslegt oder ein Ölbild aus den 1920ern aufhängt. Dies kann eine sympathische Zeitreise sein, bei der man ganz sicher zur Ruhe kommt. Auch im Badezimmer kann man also in Sachen Wandgestaltung aus einer Vielfalt von Ideen schöpfen, sich von fremden Kulturen oder anderen Epochen inspirieren lassen und sich ganz einfach von dem Grundgedanken leiten lassen, dass das Bad nur dem Bewohner gefallen muss, und sonst niemandem.